Ich fühlte mich geschmeichelt. Carlo Jordan war gekommen. Extra zu meiner Veranstaltung, einem Zeitzeugengespräch im DDR-Museum in Berlin-Mitte, an der Spree, gegenüber dem Berliner Dom, einem in mehrfacher Hinsicht prominenten Ort, im Frühsommer des Jahres 2017, 28 Jahre nach der friedlichen Revolution.

Carlo Jordan fühlte ich mich immer verbunden. Er gehörte innerhalb der christlichen Opposition zur Umweltbewegung. Er war gemeinsam mit Rüddenklau einer ihrer Köpfe. Das Zentrum dieser grünen Opposition in der DDR war lange Jahre die Umweltbibliothek in der Berliner Zionskirche unweit meiner Heimatgemeinde, vielleicht zwei Kilometer Luftlinie.

Carlo Jordan saß in dieser Veranstaltung im DDR-Museum in der ersten Reihe und hörte sich das Gespräch, in das mich Christian Booß als Moderator verwickelte, freundlich über eine Stunde an. Doch die Frage die er dann stellte, führte wieder mitten in die eigentlich abgelegten Diskussionen aus der Gründungsphase, besser, der Vor-Gründungsphase meiner sozialdemokratischen Partei hinein.

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