/ : Das Alphazet

Ausschweifende etceterarische Grundbegriffe
unter Mitwirkung von

 

»Es gibt kein Alphazet, außer man schreibt es. Der Alphazetismus besteht darin, einen Gedanken, den man lange gedacht hat, zu ergreifen, sobald er sich flügge zeigt, als eine Geste der Erschließung all dessen, was Menschen mangels überzeugenderer Konzepte niemals aufhören werden, als wirklich zu bezeichnen. Ins Gehege des Alphabets findet die Wirklichkeit kaum anders hinein als eine Daphne in den Lorbeer – rasch, aus einer gewissen Atemlosigkeit heraus, im Sich-Umwenden, im Entgleiten der Bewegung, die eben noch alles beherrschte und jetzt den Körper in Wellen verlässt, die den Betrachter wie Windgekräusel anmuten. Das Alphazet will betrachtet werden. Bereits darin liegt ein Alphazetismus, ein Unwille, sich zu bedienen und bedienen zu lassen, ein Verweilen, das darüber hinausgeht und still steht, jedenfalls der Tendenz nach. Denn der wirkliche Stillstand ist auch der Stillstand des Wirklichen, seine Auflösung in etwas, das sich dem Leben entzieht, eine fürchterliche Windstille, in der ein Blumentopf auf die Straße fällt, bloß damit etwas passiert.«
Artikel ›Alphazetismus‹

 

Das Alphazet

 

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