2 male paradise fishes are fighting for territory by their mouth. Quelle: Wikimedia Commons

Iablis

Vera Lengsfelds politischer Weg bis heute gibt Zeugnis ihrer Motivation für Freiheit und Selbstbestimmung in der Demokratie der Bundesrepublik. Jüngstes und bisher erfolgreichstes Beispiel ihres Wirkens sind die »Erklärung 2018« mit über 160 000 Unterschriften und die »Petition 2018« mit inzwischen mehr als 50 000 Unterstützern. Nach Helmut Schmidt gibt es die Verantwortung der Regierenden und die Verantwortung der Regierten. Vera Lengsfeld nimmt ihre Verantwortung als Regierte wahr und belebt auf diese Weise das Gemeinwesen. Aus diesem Grund schlagen wir dem Bundespräsidenten vor, Vera Lengsfeld mit dem »Bundesverdienstkreuz 1. Klasse« zu würdigen.

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Der entscheidende Satz in den vorstehenden Überlegungen des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Gunter Weißgerber Wir brauchen einen neuen Pakt zwischen dem Staat und seinen Bürgern lautet: »Ich bin überzeugt, dass kein Kanzler vor Merkel die Tore ohne Rücksprache mit dem Parlament und den europäischen Partnern geöffnet hätte.« Gleichgültig, ob sie einer rückblickenden Analyse des Regierungshandelns...

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Karl Marx selbst hat seine Mehrwerttheorie als das Fundament seiner Kapitalismusanalyse verstanden. Sie besagt, der Wert einer Ware bestehe in der in ihr vergegenständlichten (jeweils gesellschaftlich notwendigen) Arbeitskraft. Dadurch wird der (wahre) ökonomische Wert sozusagen objektiv und messbar. Der Arbeiter wird für seine Arbeit entlohnt. Aber sein Produkt ist mehr wert als sein Lohn (plus die ›Unkosten‹ des Produktionsprozesses: Produktionsmittel, Material, Verschleiß usw.).

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es gibt wirklichkeitsreservate realitätszonen
im zustand vor der vervakuumierung
betretbar wie ein museum oder angelegt als
freizeitpark wo die zeugnisse aufgefundener
ehemaliger lebensweisen zu besichtigen sind

 

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»Die Wege zum Kommunismus können wir nur finden, wenn wir uns auf den Weg machen und sie ausprobieren, ob in der Opposition oder in der Regierung.« Mit diesen Sätzen hat Gesine Lötzsch, Parteivorsitzende der Linken, erstmals richtig von sich reden gemacht, allerdings zu ihrem und ihrer Partei großem Schaden. Denn sie hat weder erklärt, was sie unter Kommunismus verstehen möchte, noch die Toten und den Terror im Namen des Kommunismus erwähnt. Klügere aus ihrer Partei, nämlich Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, sind ihr beigesprungen. Was taugen ihre Argumente?

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IABLIS Jahrbuch für europäische Prozesse

Die ungleichen Gleichen. Differenz als Unruhe

Vorwort

 

Thema


Richard Schröder

Kommunismus. Zwei Entgegnungen

Richard Schröder

Bemerkungen zur Mehrwerttheorie von Karl Marx

Thomas Körner

Gleichnis oder Vergleich

 

Forum


Gunter Weißgerber

Wir brauchen einen neuen Pakt zwischen dem Staat und seinen Bürgern

Ulrich Schödlbauer

Rarität, Singularität, Exzeptionalität. Anmerkungen zu einer scheiternden Politik

Gunter Weißgerber und Roger Letsch

Das Bundesverdienstkreuz für Vera Lengsfeld!

 

Campus


 

 

Rezensionen


weitere Beiträge in Vorbereitung

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Jetzt geht es ans Eingemachte: an das Grundvertrauen zwischen dem Wahlvolk und dem Staat und seinen Institutionen. Dieses Vertrauen ist der Kitt, der das demokratische Gemeinwesen zusammenhält. Auf Gedeih und Verderb ist die Repräsentative Demokratie untrennbar an das Grundvertrauen ihrer Bürgerschaft gebunden. Das Prinzip scheint einfach: Der Staat schützt seine Bevölkerung, die Bevölkerung sichert ihm im Gegenzug ihre Loyalität zu. Mit diesem Verständnis im Hinterkopf sollten wir unseren Fokus unverstellt auf die Landtagswahlergebnisse seit dem Herbst 2015 und das Bundestagswahlergebnis vom 24. September 2017 richten. Der Uralt-Sozi Ferdinand Lasalle hilft uns dabei gern auf die Sprünge: »Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.«

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Das Irrationale begreifen

Studien zu Émile Durkheim, Henri Hubert, Friedrich Nietzsche, Robert Hertz, Maurice Halbwachs, Max Weber, Ulrich Beck u.a.

 

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Iablis aktuell

Thema 2018: Die ungleichen Gleichen. Differenz als Unruhe

1 = 1. Das gehört zu den intuitiven Wahrheiten, die immer wieder das Staunen darüber anfachen, dass es Aussagen gibt, an denen zu rütteln hieße, eigene und anderer Leute Zeit zu verschwenden. Andererseits bedarf es keiner besonderen Anstrengung, zweimal denselben Ausdruck hinzuschreiben und ein Gleichheitszeichen dazwischen zu setzen. Spannend wird es dann, wenn links und rechts des Gleichheitszeichen ungleiche Terme auftauchen: A = B. Warum denn das? Muss das sein? Genügt es nicht, A = A sein zu lassen? Warum die Dinge komplizieren? Oder, da sie nun einmal kompliziert zu sein pflegen: Warum das Einfache dadurch komplizieren, dass man es einem anderen Einfachen gleichsetzt? Oder, wenn schon gleichgesetzt werden soll, was sich doch offenkundig unterscheidet, warum so eigenschaftslos, so lapidar?

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