Katze und Türstock

Unter allen Umständen dieselbe sein, das ist eine Aufgabe, die sich Tina gestellt hat und der sie mit großer Sorgfalt nachkommt. Zum Beispiel findet sie nichts dabei, das Haus immer durch dieselbe Tür zu verlassen und dabei zu murmeln: »Du bekommst es doch, du bekommst es doch.« Der Türstock, ein alter Exot, versteht, was sie meint, er hat es ein Holzleben lang verstanden, er kommt von weit her, er ist lang geschwommen, bevor er gelernt hat, gerade zu stehen und kaum einen Laut von sich zu geben. Manchmal denkt er, es wäre besser, sie in seine Zweige zu heben, der heiße Wind braust darüber, aber dann resigniert er und denkt, dafür ist es zu spät. Er weiß, wenn sie morgen oder in einer Stunde oder in einem Jahr an ihm vorbeistreicht, fürchtet sie weder sein Knarren noch seine Gedanken. Sie fürchtet ihn nicht, denkt er, das ist doch gut. Das ist gut, denkt die Katze, das ist gut, dass ihn niemand fürchtet, er hätte mich kennen müssen, aber er hat sich für diese Bücher hergegeben, es ist kaum noch etwas an ihm dran, das herauszuschneiden sich lohnte. Und doch finde ich es lustig, wenn er knarzt, man muss die Kinder anstiften, dass sie ihn zum Knarzen bringen.

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