Muse del Oro

Weitere Informationen:

Renate Solbach, geb. 1950 in Attendorn. Studium der Psychologie an der Universität Köln, MA Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der FernUniversität in Hagen. 1998-2001 Redakteurin der Zeitschrift für Literatur und Sophistik Zeno. 2002-2004 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neuere deutsche und europäische Literatur der FernUniversität in Hagen. Div. Lehraufträge am Institut für Neuere deutsche und europäische Literatur der FernUniversität in Hagen. Herausgeberin der Edition Zeno im Manutius Verlag Heidelberg, Mitherausgeberin und verantwortliche Redakteurin von IABLIS, Redakteurin des Netzmagazins Globkult. Seit 2006 Mitglied der Geschäftsführung im Kondylis-Institut für Kulturanalyse und Alterationsforschung (Kondiaf). Seit 2009 Mitherausgeberin von IABLIS. Verantwortlich für das Textarchiv ACTA LITTERARUM.

Wohnt in Berlin

Publikationen:

Das Labyrinth der Iokaste, zus. mit U. Schödlbauer in: Das Dädalus-Prinzip. Ein Diskurs zur Montage und Demontage von Ideologien. Festschrift für Steffen Dietzsch (2009); Paul Mersmann - Diffusion der Moderne (2008, hrsg. zus. mit Steffen Dietzsch), darin: Das Buch Ruth; Arthur Koestler und das Opfer des Intellekts, in: Düßel/Edel/Schödlbauer (Hg.), Die Macht der Differenzen (2001)

Beiträge zu IABLIS vor 2015:

[2003] [2007]

 

Iablis aktuell

Thema 2017: Die (leid)geprüfte Demokratie

Ein Grundmaß der Demokratie ist die Heuchelei, die von ihren Feinden aufgewandt wird, um ihre Einstellungen öffentlich zu verbergen. Wer vorgeben muss, demokratischen Zielen zu folgen, obwohl ihm nichts oder wenig an ihnen liegt, obwohl seine Handlungen, objektiv betrachtet, Demokratieabbau betreiben oder ihm Vorschub zu leisten, steht vermutlich stärker unter dem Druck einer demokratisch gesinnten Öffentlichkeit als sein Geistesverwandter, der offen und mit der Zustimmung maßgeblicher Bevölkerungsteile – darunter die Justiz seines Landes – seine Ziele verfolgen kann. Demnach wäre die Fallhöhe – und damit der erreichte Grad an Demokratie – dort am größten, wo die meiste Energie und Findigkeit in das Verbergen, Vertuschen und Leugnen gegen sie gerichteter Handlungen und Gesinnungen fließt, wobei die nicht aus der Welt zu schaffende Unsicherheit über die ›wahren‹ Gesinnungen der Handelnden daran erinnert, dass jenes Maß von Haus aus polemisch ist und daher nur hypothetisch zum Einsatz gelangen kann.

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GRABBEAU · ACTA LITTERARUM