2 male paradise fishes are fighting for territory by their mouth. Quelle: Wikimedia Commons

Weitere Informationen:

Burckhard Dücker, geb. 1950, apl. Prof. am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg, Leiter des Forschungsprojekts Kanonbildung durch Ritualisierung: Internationale Literaturpreise; Gründungsdirektor und Mitglied im Vorstand des Instituts für Kulturanalyse und Alterationsforschung, Kondiaf. Publ.: »Warum bin ich kein Goethe?« Formen literarischer Selbstinszenierung bei Wilhelm Waiblinger (Euphorion 2/2002, 171-192); Ritus und Ritual im öffentlichen Sprachgebrauch der Gegenwart, in: Dietrich Harth / Gerrit J. Schenk (Hg.): Riten und Rituale im Leben der Kulturen (2003); Erlösung und Massenwahn. Zur literarischen Mythologie des Sezessionismus im 20. Jahrhundert: Wiedertäufer, Heilsbringer, Marsyas, Kinderkreuzzug, Rattenfänger (2003); Machen - Erhalten - Verwalten (Hg., 2016); div. Handbuchartikel

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Thema 2018: Die ungleichen Gleichen. Differenz als Unruhe

1 = 1. Das gehört zu den intuitiven Wahrheiten, die immer wieder das Staunen darüber anfachen, dass es Aussagen gibt, an denen zu rütteln hieße, eigene und anderer Leute Zeit zu verschwenden. Andererseits bedarf es keiner besonderen Anstrengung, zweimal denselben Ausdruck hinzuschreiben und ein Gleichheitszeichen dazwischen zu setzen. Spannend wird es dann, wenn links und rechts des Gleichheitszeichen ungleiche Terme auftauchen: A = B. Warum denn das? Muss das sein? Genügt es nicht, A = A sein zu lassen? Warum die Dinge komplizieren? Oder, da sie nun einmal kompliziert zu sein pflegen: Warum das Einfache dadurch komplizieren, dass man es einem anderen Einfachen gleichsetzt? Oder, wenn schon gleichgesetzt werden soll, was sich doch offenkundig unterscheidet, warum so eigenschaftslos, so lapidar?

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GRABBEAU · ACTA LITTERARUM