2 male paradise fishes are fighting for territory by their mouth. Quelle: Wikimedia Commons

Weitere Informationen:

Carlos Marroquín, Philosoph, geb. 1942 in Guatemala City, 1970-1976 Sekretär bei Miguel Angel Asturias in Paris, seit 1991 Lehrbeauftragter f. Religionssoziologie an der Universität Leipzig Philosoph. Publ.: Claude Lévi-Strauss: Traurige Tropen (Herausgeber, 1987); Miguel Angel Asturias – eine Biographie (1988); Das Collège de Sociologie: Skizze einer Religionstheorie moderner Gesellschaften (1996, zus. mit Hubert Seiwert); Bemerkungen zu einem Thema der Mythosforschung bei Georges Dumézil und Roger Callois (1998); Das Irrationale Denken: Reflexionen zum Verstehen der Gegenwart (zus. mit Steffen Dietzsch, 2003); Die Religionstheorie des Collège de Sociologie (2005); Ein imaginäres Gespräch mit Jean Duvignaud (2009)

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Thema 2018: Die ungleichen Gleichen. Differenz als Unruhe

1 = 1. Das gehört zu den intuitiven Wahrheiten, die immer wieder das Staunen darüber anfachen, dass es Aussagen gibt, an denen zu rütteln hieße, eigene und anderer Leute Zeit zu verschwenden. Andererseits bedarf es keiner besonderen Anstrengung, zweimal denselben Ausdruck hinzuschreiben und ein Gleichheitszeichen dazwischen zu setzen. Spannend wird es dann, wenn links und rechts des Gleichheitszeichen ungleiche Terme auftauchen: A = B. Warum denn das? Muss das sein? Genügt es nicht, A = A sein zu lassen? Warum die Dinge komplizieren? Oder, da sie nun einmal kompliziert zu sein pflegen: Warum das Einfache dadurch komplizieren, dass man es einem anderen Einfachen gleichsetzt? Oder, wenn schon gleichgesetzt werden soll, was sich doch offenkundig unterscheidet, warum so eigenschaftslos, so lapidar?

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GRABBEAU · ACTA LITTERARUM