2 male paradise fishes are fighting for territory by their mouth. Quelle: Wikimedia Commons

Weitere Informationen:

Ulrich Schödlbauer, apl. Prof. a.D., geb. am 27. 5. 1951 in Bockum-Hövel. Studium der Germanistik und Philosophie in Erlangen, später in Heidelberg. 1982 Promotion mit der Schrift Kunsterfahrung als Weltverstehen. Die ästhetische Form von »Wilhelm Meisters Lehrjahre« (erschienen 1984). Lehraufträge in Erlangen und Eichstätt, später Heidelberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für neuere deutsche und europäische Literatur an der Fernuniversität in Hagen. 1991 Habilitation mit der Schrift Entwurf der Lyrik (1994). Sommer 1991 Gastdozent an der Universität Leipzig. Seit 1996 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Fernuniversität in Hagen. Seit 2002 Herausgeber von IABLIS, seit 2009 zusammen mit Renate Solbach. Gründungsmitglied und Mitglied im Vorstand des Kondylis-Instituts für Kulturanalyse und Alterationsforschung (Kondiaf). Mitbegründer des Mersmann-Forums für zeitgenössische Ästhetik.

Schriftenverzeichnis

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Iablis aktuell

Thema 2018: Die ungleichen Gleichen. Differenz als Unruhe

1 = 1. Das gehört zu den intuitiven Wahrheiten, die immer wieder das Staunen darüber anfachen, dass es Aussagen gibt, an denen zu rütteln hieße, eigene und anderer Leute Zeit zu verschwenden. Andererseits bedarf es keiner besonderen Anstrengung, zweimal denselben Ausdruck hinzuschreiben und ein Gleichheitszeichen dazwischen zu setzen. Spannend wird es dann, wenn links und rechts des Gleichheitszeichen ungleiche Terme auftauchen: A = B. Warum denn das? Muss das sein? Genügt es nicht, A = A sein zu lassen? Warum die Dinge komplizieren? Oder, da sie nun einmal kompliziert zu sein pflegen: Warum das Einfache dadurch komplizieren, dass man es einem anderen Einfachen gleichsetzt? Oder, wenn schon gleichgesetzt werden soll, was sich doch offenkundig unterscheidet, warum so eigenschaftslos, so lapidar?

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