• Prinzipielle Einsamkeit Siegmar Faust

    Ich sah sie zufällig – wie sonst? – aus der Wäsche steigen, aus dem Mund kam Gewäsch, obwohl erneut die Eiszeit ausbrach, erhitzten sich die Gemüter, bevor es wieder gemütlich zuging auf Erden. Trotz aller Verschiedenheit kam es uns gemeinsam hoch, sei’s der innere Schweinehund oder der...

Yagiridia
von Ulrich Schödlbauer

 

Vorbemerkung

 

Yagiridia sind kurze Berichte aus dem Yagir. Was aber ist der Yagir? Eine imaginäre Landschaft? Mag sein. Ein unbekanntes Land auf einem unbekannten Planeten einer unbekannten Galaxis? Sicher, auch das. Wem wäre er unbekannt? Sobald zuviel Unbekanntheit ins Spiel kommt, gewinnt das Spiel der Bekanntheiten. Die Yagiridia öffnen kleine Fenster, nicht unähnlich denen, die sich an Adventskalendern finden. Doch sie verweigern sich hartnäckig der Frage, wessen Advent hier bevorsteht. Ein Kandidat, bei solchen Gelegenheiten stets nominiert, ist die Zukunft: Auf sie ist, wie bekannt, kein Verlass. Demnach wäre der Yagir, was er sich täglich verschreibt – eine Vision. Mag sein, er kreist in der Zukunft, er kreist um sich selbst, er ist, als Künftiger, seine eigene Vergangenheit und die seiner Bewohner – vielleicht der Staub, den sie von ihren Schuhen schütteln oder in den sie dereinst dahinsinken werden, wer weiß.

Zu den Texten »

 

Aufnahmen
Renate Solbach: Exkursionen im Yagir. Graffiti aus Palermo

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