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Büsching: Kriegskultur? PDF Drucken E-Mail
17.02.2008
Kriegskultur?

von Jörg Büsching

Seit Menschengedenken gehört die Fähigkeit, Kriege zu führen, zu den so genannten ›Kernkompetenzen‹ des Staates. Die Frage nach der Angemessenheit des aus der postmodernen Management-Rhetorik stammenden Terminus einmal beiseite gelassen, handelt es sich bei dieser Feststellung, historisch betrachtet, um eine reine Trivialität. Ebenso trivial, aber darum nicht weniger wahr, ist die Einsicht, dass der Krieg eines der menschlichen Grundübel darstellt und am besten ganz aus dem zivilisierten Leben zu verbannen ist. 

Nachdem das Deutsche Reich zwei Weltkriege geführt und verloren hatte, wobei es als Ergebnis des letzteren schießlich sogar als Staat liquidiert worden war, hat sich diese Einsicht, wen wundert es, ins kollektive Bewusstsein der Deutschen besonders tief eingegraben. Um jeden Preis will man seither das Image des »Hunnen« oder des »Ugly German«, der das Kriegerische in seinen Genen trägt und dem der Stechschritt als einzig natürliche Art der Fortbewegung gilt (ein Klischee, das von Teilen der angelsächsischen Popularkultur und Boulevardpresse bis heute genüsslich am Leben erhalten wird), loswerden. Generationen von Politikern aller demokratischen Parteien der Bundesrepublik Deutschland haben dem Krieg als Mittel der Politik abgeschworen. (Dass einige dies nur höchst widerwillig und mit dem bitteren Gefühl des Verlustes an Macht und Prestige taten, kann zwar nicht bewiesen, sollte aber tunlichst ins Kalkül gezogen werden: Auch deutsche Politiker sind – Menschen.)

Seit der (in Kürze selbst in die Geschichtsbücher eingehende) amerikanische Präsident George W. Bush den Terroranschlag vom 11. September 2001 qua eigener Deutungshoheit zum kriegerischen Akt umdefinierte und die »freie Welt« zu einem »War on Terror« aufrief, wird von interessierter Seite der Versuch unternommen, den Kriegsekel der Deutschen zu überwinden und das Töten (und Sterben) fürs Vaterland wieder als, wenn nicht erstrebenswertes, so doch durchaus akzeptables Lebensziel zu etablieren. Und seit dem letzten »Brandbrief« des amerikanischen Verteidigungsministers Gates mehren sich selbst unter gemäßigten Politikern Stimmen, die meinen, man werde sich den Forderungen der NATO-Partner, die seit Jahren mit eher bescheidenem Erfolg, dafür aber beträchtlichem Blutzoll »unsere Freiheit am Hindukusch« verteidigen, wohl nicht mehr lange entziehen können. In seiner Analyse des deutschen Dilemmas kommt auch der ehemalige grüne Außenminister Fischer zu dem Schluss: »Berlin weiß ganz genau, dass es eigentlich nur Ja sagen kann, da es um die Zukunft der NATO insgesamt geht.« Der für einen Angehörigen der Babyboomer-Generation, welcher den größten Teil seiner fünfzehnmonatigen Dienstzeit fürs Vaterland gegen Ende des Kalten Krieges damit verbracht hat, mit einem zwanzig Jahre alten Lkw Ersatzteile für dreißig Jahre alte, ehemals amerikanische Kampfpanzer heranzuschaffen, in höchstem Maße irritierende Gedanke, Deutschland müsse außerhalb des Bündnisgebietes wieder einen Angriffskrieg führen, entbehrt durchaus nicht der politischen Logik (gerade das macht ihn so irritierend). Daher aber sollte die daraus sich ableitende Handlungsanweisung einmal unter einem Gesichtspunkt betrachtet werden, der keineswegs von untergeordneter Bedeutung, vielmehr essentiell für die weitere Entwicklung ist: Die hinhaltende, zögerliche Haltung bei der Entscheidung für einen Kriegseinsatz deutscher Soldaten ist nicht (jedenfalls nicht nur) der Feigheit deutscher Politiker geschuldet, vielmehr mangelt es den heutigen Deutschen insgesamt an einer Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Aufruf zu einem Krieg: Es mangelt ihnen (gottlob, meine ich) an einer Kriegskultur.

Jene, die schon die Verknüpfung der Begriffe ›Krieg‹ und ›Kultur‹ für ein Sakrileg halten, sollten des Umstands eingedenk sein, dass moralische Überheblichkeit und das Errichten von Tabus nicht zu größerer Überzeugungskraft führen, sondern zu Heuchelei und Selbstbetrug. Aus beidem aber kann niemals ein Bewusstsein für die Folgen erwachsen, wenn man den Weg, der sich politisch abzuzeichnen beginnt, wirklich einschlägt.

Bevor ich näher ausführe, was ich unter »Kriegskultur« verstehe, möchte ich der (pseudo-)intellektuellen Gegenposition gleich noch einen weiteren Zahn ziehen, jenen nämlich, darunter eine ›typisch männliche Unkultur‹ zu verstehen. Alle, die mit diesem Stereotyp liebäugeln, seien daran erinnert, dass der einzige Mensch in Europa (wenn nicht sogar überhaupt in der Welt), der jemals vor ein oberstes Gericht gezogen ist, um sich das Recht zu erstreiten, eine Kriegswaffe benutzen zu dürfen – weiblichen Geschlechts war. Damit soll nun keineswegs angedeutet werden, dass jener gloreiche Sieg für die Emanzipationsbewegung ein Schritt hin zu einer neuen Kriegskultur in Deutschland gewesen wäre. Im Gegenteil: Die Rekrutin, die ihn auf der Schwelle zum 21. Jahrhundert so tapfer erfocht, hatte vielmehr ganz richtig erkannt, dass das Verbot von Kampfeinsätzen, das ihrem Geschlecht vom deutschen Staat auferlegt worden war, ein Karrierehindernis für sie darstellte, und es deshalb kurzerhand mit Hilfe des hohen moralischen Anspruchs der Gleichberechtigung aus dem Weg geräumt. – Schon der Gedanke, die Benutzung einer Kriegswaffe könne ein Recht sein und nicht vielmehr eine bittere Pflicht, die der Staat einem Teil seiner Bürger auferlegt, erscheint mir als Angehörigem einer anderen Generation einigermaßen suspekt. Er ist aber ein fester Bestandteil jener sich abzeichnenden neuen Auffassung (nicht Kultur!) vom Krieg, auf die ich am Schluss noch eingehen werde.

2.

Auf den Punkt gebracht, ist Kriegskultur ein Produkt des fundamentalen Widerspruchs, der zu Beginn angesprochen wurde: Kein Krieg in der langen Geschichte der Menschheit (abgesehen vom letzten Weltkrieg) hat jemals dazu geführt, dass ein Volk auf das Recht verzichtet hat, in Zukunft weiter Kriege zu führen, und das trotz des Elends, das ausnahmslos jeder Krieg über Beteiligte und Unbeteiligte gebracht hat. Um diesen Widerspruch auszuhalten, bedarf es eines immensen ästhetischen und moralischen Aufwands. Erzählungen müssen verbreitet, Symbole geprägt, Rituale eingeübt und Traditionen gepflegt werden. Siege finden ebenso Eingang in die Kriegskultur wie Niederlagen, Geschichten Einzelner ebenso wie kollektive Schicksale. Das einzige mit der Kriegskultur von vornherein Unvereinbare ist die Weigerung, sein Leben einzusetzen und das anderer zu nehmen. Infolgedessen geht es bei dieser Art kultureller Umkleidung des Krieges (man könnte auch sagen: Verbrämung), primär nicht um Nationalismus oder gar Chauvinismus, obwohl beide Spielarten der Selbstdefinition bürgerlicher Gesellschaften des 19. Jahrhunderts von der Kriegskultur profitierten, sondern um die Auseinandersetzung mit dem Tod, dem eigenen sowohl als auch dem der anderen. Nun leben wir seit einem halben Jahrhundert in einer »massenhaft konsumierenden Massendemokratie« (P. Kondylis), die alles daran setzt, den Tod aus der öffentlichen Wahrnehmung auszublenden. Allein dieser Umstand erschwert schon die neuerliche Etablierung einer Kriegskultur, stellt sie aber noch nicht grundsätzlich in Frage, wie die Beispiele unserer europäischen und vor allem »amerikanischen Freunde« zeigen, die als Sieger aus dem letzten Weltkrieg hervorgegangen sind.

Einer der wichtigsten Bestandteile der Kriegskultur ist das Gedenken an die Gefallenen. Wer kennt ihn nicht, jenen »steinernen Garten« vor den Toren Washingtons, wo in Sichtweite des Verteidigungsministeriums all jene begraben liegen, die die Entscheidungen, welche dort und im Weißen Haus auf der gegenüberliegenden Seite des Potomac gefallen sind, unter Einsatz ihres Lebens ausfechten mussten. Der Ort ist von historischer Bedeutung, denn er liegt auf dem Grund und Boden, der einst Robert E. Lee gehörte, dem ehemaligen Oberbefehlshaber der unterlegenen konföderierten Truppen im amerikanischen Bürgerkrieg. Die Anlage des Friedhofs ist somit symbolisch mit dem zweitwichtigsten Gründungsereignis der heutigen Vereinigten Staaten von Amerika verknüpft. Jeder, der dort begraben liegt, wird Teil dieser Geschichte. Zum Begräbnis gehört das Ritual des Faltens der Flagge, die den Sarg bedeckt. Die Art und Weise, wie dies zu geschehen hat, ist genau festgelegt. Am Ende soll das Sternenbanner zum Dreieck gefaltet sein, was an die dreieckigen Hüte der kolonialen Soldaten des Unabhängigkeitskrieges erinnert, und das dunkelblaue Sternenfeld soll die dreizehn Streifen umhüllen, »as the light of day vanishes in the darkness of night« Die Traditionslinie wird also ausgezogen bis zum wichtigsten Ereignis dieser auch für die »alte Welt« so wichtigen Geschichte. Keine moralisch fragwürdige Entscheidung, kein Gemetzel, kein Verstoß gegen fundamentale Menschenrechte, die im Namen der US-Streitkräfte seit den Kriegen gegen die indianischen Ureinwohner begangen wurden, vermochte je die Legitimität dieser Tradition in Frage zu stellen. Es handelt sich um eine pure Selbstverständlichkeit, von der man als Soldat nur durch »unehrenhafte Entlassung« aus der US-Armee ausgeschlossen werden kann. Dieses Ritual wiederum (das hierzulande kaum als angemessene Strafe für schwerere Vergehen als die einfache Verweigerung eines Befehls angesehen würde) dient demnach zugleich der Selbstreinigung und der Bewahrung jener Tradition. Eine solch starke Symbolik bedarf nicht der emphatischen Bekenntnisse oder Aufrufe zur Solidarität, wie man sie hierzulande gelegentlich hört und liest, seit deutsche Soldaten in Afghanistan und anderswo stationiert sind, und gewiss lässt sie sich nicht künstlich herstellen, wie das etwa der damalige Bundeskanzler Kohl versucht hat, als er durchsetzte, dass eine vergrößerte Kopie der Pietà von Käthe Kollwitz in der Neuen Wache zu Berlin aufgestellt wurde. Solche tölpelhaften Ansätze sind im Gegenteil ein Beleg dafür, dass wir nicht (mehr) über eine funktionierende Kriegskultur verfügen.

Ein weiterer Bestandteil derselben ist der Nimbus der militärischen Einheiten selbst, der durch Namen, Embleme, Flaggen, Uniformen, Gedenksteine, Medaillen usw. verkörpert bzw. beschworen wird. Als Beispiele seien hier etwa das amerikanische Marine Corps, die britischen »Desert Rats« oder die französische Fremdenlegion genannt. Wenn letztere am französischen Nationalfeiertag mit ihrem typischen langsamen Marschtritt über den Champs-Elysée defiliert, entfaltet sie eine ganz besondere Aura, die jede noch so protzige Demonstration moderner Militärtechnik verblassen lässt; niemand fragt in diesem Augenblick nach dem kolonialen Ursprung der Einheit oder nach dem, was ihre Angehörigen im Algerienkrieg an Gräueln angerichtet haben mögen. – Und auch in dieser Hinsicht erweist sich die Unfähigkeit deutscher Soldaten, in ähnlicher Weise eine Traditionslinie zu behaupten. Wenn sie etwa, wie 2006 geschehen, ihre Fahrzeuge mit dem Emblem des deutschen Afrika-Korps der Wehrmacht schmücken, schreit dieselbe Presse, die gerade noch das kriegerische Engagement der Bundeswehr als Ausweis deutscher Souveränität begrüßt hatte, Zeter und Mordio, während die Bevölkerung allenfalls gleichgültig mit den Schultern zuckt (vgl. etwa: Die Welt).

Der Epochenbruch, der sich für Deutschland am Ende des Zweiten Weltkriegs ereignet hat, lässt sich nicht tilgen. Als die Bundeswehr gegründet wurde, nahm man sich vor, auf jede symbolhafte Überhöhung zu verzichten, die für die Ausbildung einer Kriegskultur unabdingbar ist. Übrig blieb der rein technisch-militärische Apparat. Für die Aufgabe der Bundeswehr, die von Anfang an vor allem darin bestand, durch ihre bloße Existenz zu verhindern, dass ein neuer Krieg in Europa ausbricht, war das völlig ausreichend. Die aus der NATO-Mitgliedschaft resultierende Beistandspflicht hätte die Bundeswehr zwar theoretisch auch auf andere Kriegsschauplätze führen können, durch die Machtkonstellation am Ende des zweiten Weltkriegs war das geteilte Deutschland allerdings Frontstaat im Kalten Krieg und somit auch der wahrscheinlichste Austragungsort eines ›Heißen Krieges‹ in Europa. Vor diesem Hintergrund lässt sich übrigens das Argument, mit dem der stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ulrich Klose, im Bundestag eine Ausweitung des deutschen Mandats in Afghanistan zu begründen dachte, leicht als blanken Unsinn erweisen, wie er nur dem Kopf eines bloßen Technokraten der Macht entwachsen kann: Laut tagesschau.de vom 4.2.2008 sagte er, der Gedanke der NATO-Allianz beinhalte, dass jeder das gleiche Risiko trage. Dem ist zum einen entgegenzuhalten, dass, wäre der Kalte Krieg tatsächlich ›heiß‹ geworden, Deutschland und damit auch die Bundeswehr zweifellos die Hauptlast getragen hätte; zum anderen entbehrt der Gedanke, der hinter seiner Argumentation steht, nämlich Soldaten aus Gründen des Proporzes in den Tod zu schicken – abgesehen davon, dass er menschenverachtend und zynisch ist – jeglicher militärischen Logik. Somit können auch Aussagen wie diese als Beleg dafür gewertet werden, dass Deutschland über keine Kriegskultur verfügt.

Der Prozess der europäischen Einigung und der Zusammenbruch des Ostblocks ließen den Verteidigungsauftrag der Bundeswehr bekanntermaßen obsolet werden. Kurz nach der Öffnung der Mauer sprach man deshalb von einer nun zu erwartenden »Friedensdividende«, die sich durch den allmählichen Abbau des zuletzt auf nahezu eine halbe Million Mann angeschwollenen Apparates ergeben sollte. Heute redet niemand mehr davon. Statt dessen folgt man der neoliberalen Ideologie der amerikanischen Regierung, die derweil dabei ist, die eigene Kriegskultur zu zerstören und durch ein privatwirtschaftliches Kalkül zu ersetzen. In diesen Zusammenhang fügt sich auch ganz zwanglos die oben erwähnte Klage der deutschen Rekrutin ein.

3.

In seinem Buch »Der Selbstmord der amerikanischen Demokratie« (München 2004) beschreibt der Politologe und ehemalige CIA-Berater Chalmers Johnson minutiös die Strategien und Institutionen, derer sich die US-Regierung bedient, um ihre Weltmachtstellung beizubehalten und auszubauen. Dabei wird rasch klar, dass Richtung und Dynamik dieses Prozesses nicht durch militärstrategische oder politische Erwägungen bestimmt werden, sondern durch ökonomische. Der Krieg wird, kurz gesagt, zu einer ökonomischen Notwendigkeit, zu einem Dauerzustand, dessen erste und wichtigste Aufgabe darin besteht, die mit dem bürokratischen Apparat des Pentagon in parasitärer Weise verbandelten Wirtschaftsunternehmen zu mästen. Johnson nimmt kein Blatt vor den Mund, er sieht die Möglichkeit, dass »die USA schließlich nichts mehr gemein haben werden mit dem Land, das in der amerikanischen Verfassung entworfen wurde« (S. 390). Damit wird die in der amerikanischen Kriegskultur beschworene Tradition freilich ausgehöhlt, die Rituale werden leer, die Opfer sinnlos. Schon heute kann man, wenn man die politischen Schlagzeilen hinter sich lässt und die Zeitungsberichte aus der amerikanischen Provinz verfolgt, die verzweifelten Stimmen der Angehörigen gefallener junger Männer – vor allem aber Frauen – kaum überhören, die beklagen, ihr Sohn oder ihre Tochter habe sich doch nur deshalb zur Armee gemeldet, weil er oder sie keine andere Aussicht auf einen auskömmlichen Beruf gehabt habe oder weil die Ausbildung, die eine Chance im zivilen Leben ermöglicht hätte, unerschwinglich gewesen sei. Ein Handel mit dem Tod, um im Leben sein Glück zu machen, das klingt sehr nach einem alten literarischen Motiv: dem des Jünglings, der seine Seele für die Aussicht auf endlose Reichtümer dem Teufel verkauft. Solche Geschichten pflegen gewöhnlich mit der Verdammnis des Jünglings zu enden, und meistens zeigt sich der Fluch des Paktes bereits, bevor der Teufel kommt, um sich seinen Lohn zu holen.

Deutschland hat keine Kriegskultur, Amerika ist dabei, die seine zu zerstören. Die jungen Männer und Frauen, die sich aus wirtschaftlichen Gründen dem Krieg verschreiben, werden, selbst wenn sie ihn überleben, ihre Verdammnis im Hier und Jetzt erleben, vor allem wenn, was zu befürchten steht, der »War on Terror« auf diesem oder jenem Schauplatz ohne den entscheidenden Sieg zu einem (vorläufigen) Ende kommt. Wer sich nicht vorstellen kann, wie solche lebenden Verdammten aussehen, der braucht sich nur die Gemälde und Zeichnungen von Otto Dix und George Grosz aus den zwanziger Jahren anzusehen, denn wenn es eine deutsche Tradition des Krieges gibt, dann die eines von zweifelhafter oder fehlender Legitimation. Jeder Politiker, der mit dem Gedanken spielt, der amerikanischen Forderung nachzugeben, sollte sich klarmachen, was er den Menschen, über deren Leben und Sterben er entscheidet, damit antut.

 

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