Ulrich Horb, Jahrgang
1955, lebt und arbeitet als Journalist und Autor in Berlin.
Veröffentlichungen in Gewerkschaftszeitschriften, pädagogischen
Zeitschriften und Stadtmagazinen, verantwortlicher Redakteur der
»Berliner Stimme«.
Globkult bietet ein Forum für gesellschaftswissenschaftliche und -politische Auseinandersetzungen. In der Rubrik „Debatte“ stehen Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge mit aktuellem Bezug im Vordergrund, insbesondere zu Fragen sozialer Gerechtigkeit und staatlicher Verantwortung, Analysen der wirtschaftlichen sowie ökologischen Situation und deren politische Handhabung, Beiträge zur Problematik des solidarischen Zusammenhalts des Gemeinwesens und seiner Integration, zur Entwicklung von Bürgerrechten und zur internationalen Rolle der Bundesrepublik Deutschland, namentlich im europäischen Einigungsprozess.
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07.07.2010 |
Stipendienprogramm contra Bafög: Wie in der Hochschulpolitik die falschen Prioritäten gesetzt werden
von Swen Schulz
Erst waren die protestierenden Studierenden nach Auffassung der Bundesbildungsministerin Schavan „Ewiggestrige“. Doch sie hatte schnell gespürt, dass sie sich mit dieser aggressiven Rhetorik aufs Abstellgleis begeben hatte. Darum änderte sie ihren Kurs, zeigte Verständnis, sprach von Defiziten und lud zu einem „Bologna-Gipfel“ ein. Und sie kündigte Verbesserungen beim BAföG an.
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Wettig: Linke Lebensläufe |
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23.05.2010 |
Der Sozialdemokrat Peter von Oertzen
von Klaus Wettig
Peter von Oertzen sprach in seinen jüngeren Jahren immer wieder davon, dass er nicht erwarte, sehr alt zu werden. Tatsächlich erreichte er dann ein hohes Alter, das 60 Jahre eng mit politischer Arbeit verwoben war, die meiste Zeit als Mitglied der SPD, 40 Jahre in herausgehobenen Funktionen dieser Partei – vom Landtagsmandat, dem Bezirksvorsitz, bis zur 20jährigen Mitgliedschaft im Parteivorstand der SPD. Nicht zuletzt gelingt es ihm in seiner Zeit als Niedersächsischer Kultusminister, er ist der letzte Minister, der in der umfassenden Zuständigkeit dieses Ministerium geführt hat, politische Entscheidungen durchzusetzen, die die Bildungslandschaft Niedersachsens umgestalten.
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16.04.2010 |
Afghanistan – die gescheiterte Invasion.
(Vortrag und Gespräch. Ost-West-Forum – Gut Gödelitz, 23. Januar
2010)
von Walther Stützle
I. Fehlstart: Rückblick
Die militärische Intervention in Afghanistan war ein schwerer Fehler und
bleibt es; ein überstürzter Abzug aber wäre es
auch. Das klingt
wie der Versuch, sich vor einem klaren Urteil zu drücken, beschreibt
tatsächlich aber nur das große Dilemma, in das sich die
Interventionsmächte gestürzt haben – auch Deutschland.
Erinnern wir uns, kurz nur, wie alles angefangen hat.
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07.04.2010 |
Zurück zur Vermögensteuer
von Hans Willi Weinzen
Schulden macht der deutsche Staat. So weit das Auge reicht. Im Augenblick führend ist der Bund, dessen aktuelle schwarz-gelbe Regierung neue Schuldenrekorde anstrebt. Auch Länder wie Berlin, die nicht zuletzt mit Lohnkürzungen für ihre Mitarbeiter gerade einen Haushalt halbwegs ohne - neue - Schulden erreicht hatten, verschulden sich wieder stärker. Selbst im Ländervergleich überdurchschnittlich finanzkräftige Länder kommen nicht mehr ohne neue Schulden aus. Als Grund wird in aller Regel die wirtschaftliche Krise angeführt, was bestenfalls die halbe Wahrheit ist. Zu wenig beachtet wird, dass fehlende Einnahmen aus Steuern mit ursächlich sind. Für die Länder sind die wenigen ihnen originär verbleibenden Landessteuern seit der letzten schwarz-gelben Bundesregierung mit der Vernichtung der Vermögensteuer zusätzlich geschwächt worden. Dies kann nicht so bleiben.
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Brandt: Last der Vergangenheit |
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21.03.2010 |
Die Last der Vergangenheit
von Peter Brandt
Die Aufgabe politischer Parteien besteht nicht in erster Linie darin, sich mit ihrer Vergangenheit zu beschäftigen – zumal
die früher viel berufenen ›Lehren aus der Geschichte‹ in der Regel nicht auf der Hand liegen. Selbst da, wo
Fachhistoriker bei der Rekonstruktion des faktisch Geschehenen und bei der Analyse der Ursachen und Wirkungszusammenhänge
weitgehend übereinstimmen, werden sie sich bei der Formulierung politischer Schlussfolgerungen ihrem jeweiligen
weltanschaulichen Standort gemäß unterscheiden, sofern sie es überhaupt für vertretbar halten,
solche zu ziehen.
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14.03.2010 |
Freiheit vor Einheit
von Wolfgang Thierse
Am 18. März 1990 machten die Bürgerinnen und Bürger der DDR eine ganz neue Erfahrung: Zum ersten Mal war ihre Stimme, war ihr Kreuz auf einem Wahlschein etwas wert. Gewählt wurde die 10. und zugleich letzte Volkskammer - und das war endlich eine, die diesen verpflichtenden Namen verdiente.
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