Christoph Jünke ist Historiker, politischer Publizist und Vorsitzender der Leo Kofler-Gesellschaft e.V. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen in der Zeitgeschichte und der politischen Ideengeschichte, speziell der Geschichte und Theorie der Arbeiterbewegung und des Sozialismus.
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Hobsbawm: Weltunordnung (Jünke) |
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01.09.2010 |
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Blut wird fließen – viel Blut
von Christoph Jünke
Eric Hobsbawm: Globalisierung, Demokratie und Terrorismus, München (dtv) 2009, 176 Seiten
Ders.: Zwischenwelten und Übergangszeiten. Interventionen und Wortmeldungen, Köln (PapyRossa) 2009, 240 Seiten
Zu den erfrischenden Momenten in unserer Zeit der politischen und
intellektuellen Einöde gehören jene, in denen die Medienindustrie
meint, vermeintliche Minderheitenmeinungen zu Wort kommen lassen zu
müssen. Ein solcher Moment schlug im Mai des letzten Jahres, als die
Polit-Illustrierte Stern einen ihrer bewährten
Zeitgeist-Autoren nach London sandte, um den altehrwürdigen Eric
Hobsbawm zur Krise des Kapitalismus zu befragen... |
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Jünke: Der gefesselte Lukács |
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14.07.2010 |
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»Hic Rhodos, hic salta!« – Georg Lukács und der Sprung ins Reich der Freiheit
von Christoph Jünke
Gefragt nach den politischen Offensivmethoden der aufkommenden Jugendrevolte seiner Zeit, nach chinesischer Kulturrevolution und lateinamerikanischem Guerillakampf, antwortete der alte Georg Lukács Ende 1966 kritisch, dass man sich darüber im Klaren sein müsse, »dass wir heute in der Erweckung des subjektiven Faktors nicht die zwanziger Jahre erneuern und fortsetzen können, sondern dass wir auf der Grundlage eines neuen Anfangs mit allen Erfahrungen zu beginnen haben, die wir aus der bisherigen Arbeiterbewegung und aus dem Marxismus haben. Wir müssen uns klar darüber sein, dass wir es mit einem Neuanfang zu tun haben, oder... |
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Dannemann, Bauer u.a.: Lukács (Jünke) |
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12.07.2010 |
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Wandlungen der Lukács-Rezeption
von Christoph Jünke
Rüdiger Dannemann (Hrsg.): Lukács und 1968. Eine Spurensuche, Bielefeld (Aisthesis-Verlag) 2009, 358 Seiten Christoph J. Bauer u.a. (Hrsg.): »Bei mir ist jede Sache Fortsetzung von etwas«. Georg Lukács – Werk und Wirkung, Duisburg (Universitätsverlag Rhein-Ruhr) 2008, 250 Seiten
Die russische Revolution von 1917 und die durch sie zum Teil ausgelösten, zum Teil nur beförderten weltrevolutionären Prozesse bis mindestens zur Mitte der 1920er Jahre führten nicht zuletzt auch zu einer Umwälzung der Theorie-Debatten, zu dem Versuch verschiedener Denker, ihre revolutionäre Zeit in Gedanken zu fassen... |
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Georg Lukács über sich selbst (Jünke) |
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11.07.2010 |
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Der alte Mann und die jungen Wilden
von Christoph Jünke
Georg Lukács: Autobiografische Texte und Gespräche (Werke Band
18, hrsg. von Frank Benseler und Werner Jung), Bielefeld
(Aisthesis-Verlag) 2005, 520 Seiten
Im Frühling 1966 besuchte eine kleine Gruppe von SDS-Aktivisten,
allen voran der spätere ›Rädelsführer‹ der APO-Revolte, Rudi Dutschke,
die ungarische Hauptstadt Budapest, um sich mit dem in die Jahre
gekommenen marxistischen Philosophen Georg Lukács
politisch-intellektuell auszutauschen. Der radikale Berliner Student
Dutschke hatte sich schon seit längerem mit dem schillernden Ungarn
auseinandergesetzt und plante, ihn zum Thema seiner Doktorarbeit zu
machen... |
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Jünke: Viktor Agartz (1897-1964) |
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28.02.2010 |
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Viktor Agartz und die
alternative Elitenbildung
von Christoph Jünke
I.
Warum sollten sich Historiker,
Sozialwissenschaftler und, vor allem, gewerkschaftlich Interessierte
mit Leben und Werk von Viktor Agartz (1897-1964) auseinandersetzen?
Nicht nur, aber vor allem weil Agartz einer der herausragendsten und
umstrittensten Gestalten der deutschen Nachkriegszeit gewesen ist.
Der bereits in den 1920ern aktive linke Sozialdemokrat gehört zu den
wenigen Deutschen, die während des Nazi-Faschismus eine unbefleckte
Weste ihr eigen nennen konnten. Er hat sich, soweit ihm dies möglich
war, im antifaschistischen Widerstand innerhalb des Deutschen Reiches
engagiert. Unmittelbar nach Krieg und Faschismus ...
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Jünke: Rudi Dutschke (1940-1979) |
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06.02.2010 |
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Rudi Dutschke und die Theorie der antiautoritären Revolte
von Christoph Jünke
Rudi Dutschke, der am 7. März diesen Jahres gerade mal 70 Jahre alt geworden wäre und doch schon seit 30 Jahren tot ist, gilt als Aktivist, als Praktiker der Revolte, seine Theorie dagegen als wenig systematisch, als eklektizistisch gar. Entsprechend beschäftigt man sich zumeist mit der Person und hält dessen Ideen für vernachlässigbar. Doch ob als existentialistisch beeinflusster Student im Berlin der beginnenden 1960er Jahre oder als antiautoritärer, revolutionär-sozialistischer Agitator des SDS und der APO, ob als aufrechter Einzelkämpfer im dänischen Exil Mitte oder als grün-alternativer Stratege am Ende der 1970er Jahre, immer ging es Dutschke mit der Erneuerung radikal-sozialistischer Politik auch um die Erneuerung ihrer theoretischen Grundlagen, denn eine »tiefe Auseinandersetzung mit der geschichtlich-gesellschaftlichen Wirklichkeit der Gegenwart kann und darf«, wie er 1968 schrieb, »nicht von den bisherigen Resultaten der revolutionären Theorie abstrahieren«. |
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