
Peter Brandt ist Professor für Neuere Geschichte an der FernUniversität in Hagen. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen auf den Gebieten Nationalismus und bürgerlicher Wandel seit dem 18. Jahrhundert, vergleichende europäische Verfassungsgeschichte seit dem 18. Jahrhundert, Geschichte der Arbeiterbewegung und des Sozialismus und die Deutsche Frage.
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Brandt: Beziehungen zu Polen |
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27.07.2010 |
Die deutsch-polnischen Beziehungen bis 1990 (unter Mitberücksichtigung der deutsch-russischen Beziehungen)
von Peter Brandt
Wir sind gewohnt, auch für weit zurückliegende Zeiten von
›deutsch-polnischen‹ Beziehungen zu sprechen, obwohl wir es im
Mittelalter und der frühen Neuzeit beiderseits nicht mit
Nationalstaaten oder ihren unmittelbaren Vorformen zu tun haben, auch
nicht mit Nationen im modernen Sinn, seien sie ethnisch-kulturell oder
staatsbürgerlich definiert. Für das Heilige Römische Reich, das im 15.
Jahrhundert, nach dem Ausscheiden Italiens und Burgunds aus dem
Reichsverband, den Zusatz »Deutscher Nation« erhielt, ist dieser
Tatbestand im Hinblick auf seinen bis zu seinem Ende 1806 nicht
überwundenen lehnsrechtlich-genossenschaftlichen Charakter offenkundig.
In ähnlicher Weise wie das Römisch-Deutsche Reich, wenn auch ganz
anders gestaltet...
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Brandt: Deutsche Identität |
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07.06.2010 |
Deutsche Identität zu Beginn des 21. Jahrhunderts
von Peter Brandt
Eine Bemerkung vorweg: Der Begriff der Identität suggeriert von der
eigentlichen Wortbedeutung her eine Eindeutigkeit, ja Hermetik, die
sich leicht ad absurdum führen lässt. Jeder Mensch, und allemal der
moderne Mensch, besitzt mehr oder weniger bewusst unterschiedliche
Identitäten: geschlechtliche, berufliche, weltanschaulich-religiöse,
soziale, politische und eben auch ethnisch-kulturelle sowie nationale.
Um die andauernde Bedeutung der letzteren soll es im Folgenden gehen,
nicht darum, andere Dimensionen des menschlichen Daseins und seiner
Wahrnehmung durch die Individuen zu bestreiten. Zweite Vorbemerkung:
Ich spreche nicht über irgendwelche Identitäten von Menschen bzw.
Menschengruppen in Deutschland, sondern die Themenstellung zielt auf
das spezifisch Deutsche und seine Bestimmungsfaktoren, auf die
›nationale Identität‹ der Deutschen einschließlich derer, die es werden
wollen...
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Brandt: Hermann u. Gerda Weber |
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13.05.2010 |
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Vorbildliches Leben nach dem »Prinzip links«.
Hermann und Gerda Webers Erinnerungen
Hermann und Gerda Weber: Leben nach dem »Prinzip links«. Erinnerungen
aus fünf Jahrzehnten, Berlin (Christoph Links Verlag) 2006, 480 Seiten;
ferner:
Hermann Weber. In Zusammenarbeit mit Gerda Weber: Damals, als ich Wunderlich hieß. Vom Parteihochschüler zum kritischen
Sozialisten. Die SED-Parteihochschule »Karl Marx« bis 1949, Berlin (Aufbau Verlag) 2002, 445 Seiten;
Hermann Weber: Das Prinzip Links. Beiträge zur Diskussion des
demokratischen Sozialismus in Deutschland 1848-1990. Eine
Dokumentation, Berlin (Christoph Links Verlag) 1991 (zuerst Bonn 1973),
350 Seiten.
von Peter Brandt
Hermann Weber ist – nicht anders als seine Frau Gerda, mit der er über
ein halbes Jahrhundert in Liebe und geistiger Eintracht verbunden ist –
eine Ausnahmeerscheinung... |
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23.04.2010 |
Orientierungshilfe
Edelbert Richter: die Linke im Epochenumbruch. Eine historische Ortsbestimmung, Hamburg (VSA-Verlag) 2009, 304 Seiten
von Peter Brandt
Edelbert Richter ist ein bemerkenswerter Mann. Ich kenne ihn seit den späten 80er Jahren (schon davor war er mir ein Begriff)
und stehe seit den mittleren 90er Jahren mit ihm in regelmäßigem Diskussionskontakt. Promovierter Theologe aus Thüringen,
entsprechend geisteswissenschaftlich gebildet und geübt in der Textinterpretation, in der Honecker-Ära Oppositioneller
demokratisch-sozialistischer Ausrichtung mit besonderem Gespür für die potentielle Brisanz der offenen ›deutschen
Frage‹...
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27.03.2010 |
Von der Konstitutionalisierung Europas zu einer europäischen Verfassung
von Peter Brandt / Dimitris Th. Tsatsos
Der Gedanke eines engeren Zusammenschlusses Europas, damals als eine
Art Fürstenbund und in scharfer Abgrenzung gegen das islamische
Osmanische Reich, weniger deutlich auch gegen Russland und die
orthodoxe Ostkirche, fand bereits seit dem 15. Jahrhundert seinen
Niederschlag in Konföderationsplänen, die teilweise von
Herrscherpersönlichkeiten wie Heinrich IV. von Frankreich stammten.
Daneben formulierten, meist weniger konkret, herausragende Denker wie
Johann Amos Comenius, Jean Jacques Rousseau und Immanuel Kant die Idee
der Einigung Europas. Henri de Saint-Simon, zugleich einer der frühen
utopischen Sozialisten, fasste ganz Europa bereits als konstitutionelle
Monarchie mit einem Zwei-Kammer-Parlament ins Auge. Konservative wie
François René de Chateaubriand entwickelten ebenso eigene Vorstellungen
wie Vertreter der liberal-demokratischen Nationalbewegungen...
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27.03.2010 |
Die deutsche Revolution 1848/49
von Peter Brandt
Für eine ganze Generation, vor allem, aber nicht allein von Intellektuellen, war die Revolution 1848/49 das große politische
Erlebnis schlechthin gewesen, das sie über alle Fährnisse des individuellen Schicksals hinweg für das ganze Leben tief
geprägt hat. Sie hießen in den Folgejahrzehntenten die ›Achtundvierziger‹ (so wie man heute – mehr oder weniger
plausibel – von den ›Achtundsechzigern‹ spricht).
Dabei erfasste die revolutionäre Bewegung nicht nur Deutschland. Große Teile Europas, insbesondere Frankreich,
zudem das damals bis weit ins heutige Polen, in die Ukraine, nach Rumänien und Serbien sowie Italien reichende Österreich,
ferner Italien selbst, ebenso wie Deutschland staatlich zersplitterte waren betroffen.
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