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27.03.2010 |
Die deutsche Revolution 1848/49
von Peter Brandt
Für eine ganze Generation, vor allem, aber nicht allein von Intellektuellen, war die Revolution 1848/49 das große politische
Erlebnis schlechthin gewesen, das sie über alle Fährnisse des individuellen Schicksals hinweg für das ganze Leben tief
geprägt hat. Sie hießen in den Folgejahrzehntenten die ›Achtundvierziger‹ (so wie man heute – mehr oder weniger
plausibel – von den ›Achtundsechzigern‹ spricht).
Dabei erfasste die revolutionäre Bewegung nicht nur Deutschland. Große Teile Europas, insbesondere Frankreich,
zudem das damals bis weit ins heutige Polen, in die Ukraine, nach Rumänien und Serbien sowie Italien reichende Österreich,
ferner Italien selbst, ebenso wie Deutschland staatlich zersplitterte waren betroffen.
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Jünke: Viktor Agartz (1897-1964) |
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28.02.2010 |
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Viktor Agartz und die
alternative Elitenbildung
von Christoph Jünke
I.
Warum sollten sich Historiker,
Sozialwissenschaftler und, vor allem, gewerkschaftlich Interessierte
mit Leben und Werk von Viktor Agartz (1897-1964) auseinandersetzen?
Nicht nur, aber vor allem weil Agartz einer der herausragendsten und
umstrittensten Gestalten der deutschen Nachkriegszeit gewesen ist.
Der bereits in den 1920ern aktive linke Sozialdemokrat gehört zu den
wenigen Deutschen, die während des Nazi-Faschismus eine unbefleckte
Weste ihr eigen nennen konnten. Er hat sich, soweit ihm dies möglich
war, im antifaschistischen Widerstand innerhalb des Deutschen Reiches
engagiert. Unmittelbar nach Krieg und Faschismus ...
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Jünke: Rudi Dutschke (1940-1979) |
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06.02.2010 |
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Rudi Dutschke und die Theorie der antiautoritären Revolte
von Christoph Jünke
Rudi Dutschke, der am 7. März diesen Jahres gerade mal 70 Jahre alt geworden wäre und doch schon seit 30 Jahren tot ist, gilt als Aktivist, als Praktiker der Revolte, seine Theorie dagegen als wenig systematisch, als eklektizistisch gar. Entsprechend beschäftigt man sich zumeist mit der Person und hält dessen Ideen für vernachlässigbar. Doch ob als existentialistisch beeinflusster Student im Berlin der beginnenden 1960er Jahre oder als antiautoritärer, revolutionär-sozialistischer Agitator des SDS und der APO, ob als aufrechter Einzelkämpfer im dänischen Exil Mitte oder als grün-alternativer Stratege am Ende der 1970er Jahre, immer ging es Dutschke mit der Erneuerung radikal-sozialistischer Politik auch um die Erneuerung ihrer theoretischen Grundlagen, denn eine »tiefe Auseinandersetzung mit der geschichtlich-gesellschaftlichen Wirklichkeit der Gegenwart kann und darf«, wie er 1968 schrieb, »nicht von den bisherigen Resultaten der revolutionären Theorie abstrahieren«. |
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25.01.2010 |
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Die Arbeiterbewegung des 19. und 20. Jahrhunderts.
Entwicklung – Wirkung – Perspektive*
von Peter Brandt
Bis vor einem guten Jahrzehnt hätte der Hinweis auf Gültigkeit eines sich aus der proletarisch-sozialistischen Tradition
herleitenden Gesellschaftsmodells des »real existierenden Sozialismus« für ein Drittel der Menschheit genügt, um die Bedeutung der Arbeiterbewegungsgeschichte klarzumachen.
Unabhängig davon, was aus dessen Zusammenbruch in Osteuropa hervorgegangen ist, bleibt ja die Tatsache bestehen, dass die
Auseinandersetzung mit der (wie vermittelt auch immer) auf der Aktion eines Flügels der sozialistischen Arbeiterbewegung
erwachsenen Ordnung nicht zuletzt in Deutschland Jahrzehnte der Zeitgeschichte bestimmt hat... |
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09.10.2009 |
Die
Hauptstadtfrage in der deutschen Geschichte
von Peter
Brandt
Den
meisten der Anwesenden wird in Erinnerung sein, wie heftig und
teilweise erbittert 1991 die Debatte um die künftige Hauptstadt des
neu vereinigten Deutschland geführt wurde: zuerst in der
Publizistik, dann im Parlament. Streng genommen ging es gar nicht um
die Frage der Hauptstadt; als solche war Berlin nämlich schon im
Einigungsvertrag benannt worden. Hauptstadt und Regierungssitz sind
in der Regel, aber nicht zwingend identisch. So ist Den Haag seit
rund 200 Jahren... |
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29.01.2009 |
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Der
historische Ort der deutschen Revolution von 1918/19
von Peter
Brandt
Die
Zeitungen der Sozialdemokratie feierten Mitte November 1918 die
Vorgänge der zurückliegenden Tage mit Worten wie, die Deutschen
seien jetzt »das freieste Volk der Welt«. »Ein Volk, durch
Jahrhunderte hindurch von den harten Händen des Militarismus und der
Bürokratie niedergehalten, zu Knechtseligkeit und dumpfem Gehorsam
erzogen, steht auf und handelt.«...
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