|
Altenbourg/Benn: Wahlverwandtschaften |
|
|
|
|
03.02.2007 |
|
Wahlverwandtschaften
| Wahlverwandtschaften: Altenbourg . Benn. "Ich schweige, daß ich dich höre". Blätter von Georg Altenbourg und Texte von Gottfried Benn, Edition Brusberg (Kabinettdruck 36), Berlin 2006, 63 S. | In der Edition Brusberg ist ein Bändchen erschienen, das die Herzen der Liebhaber höher schlagen lässt: »Wahlverwandtschaften: Altenbourg . Benn«. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Blättern Gerhard Altenbourgs und Gedichten Gottfried Benns, darunter das bekannte »Die Krone der Schöpfung, das Schwein, der Mensch...«, meist jedoch stillere wie »Worte«, das die Reihe eröffnet: »Und drüben brennen die Leuchten in sanftem Menschenhort, von Lippen, rosigen, feuchten perlt unbedenklich das Wort. Nur deine Jahre vergilben in einem anderen Sinn, bis in die Träume: Silben - doch schweigend gehst du hin.« |
|
mehr …
|
|
|
Riethmüller: Kontrollgesellschaft (Siebgeber) |
|
|
|
|
29.01.2007 |
|
Zusammenschreibsysteme
| Jürgen Riethmüller: Kontrollgesellschaft außer Kontrolle. Perspektiven kritischer Theorie im Zeitalter der Globalisierung, Stuttgart (Merz Akademie) 2005, 777 S.
| von Ulrich Siebgeber Wirrnis kann, wie das scharf Sortierte, blitzgescheit daherkommen - den Blitz vielleicht etwas schärfer akzentuierend als das ›gescheit‹, aber das ist eher der Zeit geschuldet, dem großen Zusammenschreiber des Disparaten. ›Alles Gleichzeitige bildet ein System‹ - und zwar ein geschlossenes, bei Bedarf zu sprengendes - ein solcher Satz leuchtet ein, wenngleich nicht zwingend, weil der Wille, das Synchrone unter Formeln zu fassen, zwangsläufig in jene vom Verfasser des vorliegenden Buches diagnostizierte »aporetische Lähmung« führt, die als Zeitdiagnose eine Art überzeitliche Geltung beanspruchen darf. |
|
mehr …
|
|
|
Brandt et al. (Hg.): Verfassungsgeschichte |
|
|
|
|
28.01.2007 |
|
Europäische Verfassungsgeschichte
| Peter Brandt/Martin Kirsch/Arthur Schlegelmilch (Hrsg.): Handbuch zur europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert. Institutionen und Rechtspraxis im gesellschaftlichen Wandel, Bd. 1: Um 1800, Bonn (Dietz) 2006, 1224 S. |
»Im Rahmen der besonders in den letzten Jahren erfreulicherweise zu verzeichnenden verstärkten Bemühungen um die international vergleichende Verfassungsgeschichtsschreibung verfolgt das Handbuch der europäischen Verfassungsgeschichte das bereits von Otto Hintze ausgangs des vorletzten Jahrhunderts formulierte Ziel, auf dem Boden eines zwar vom Staat ausgehenden, jedoch gesellschaftsgeschichtlich geöffneten Verfassungsbegriffs und auf dem Wege der systematischen Sammlung und Zusammenführung von »Erfahrungsmaterial« die notwendige Wissensbasis und geeignete interpretatorische Ansatzpunkte für eine vergleichende »Realtypologie« in »historisch-entwickelnder« Perspektive bereit zu stellen. |
|
mehr …
|
|
|
Arnswald et al. (Hg.): Wittgenstein |
|
|
|
|
21.01.2007 |
| Arnswald, Ulrich/Kertscher, Jens/Kroß, Matthias (Hrsg.): Wittgenstein und die Metapher, Berlin (Parerga Verlag) 2004, 422 S. | Im 20. Jahrhundert ist das Verhältnis von Metapher und Philosophie zu einem grundsätzlichen Problem der Selbstreflexion des Denkens geworden. Die Entlarvung der Sinnlosigkeit, Sprachwidrigkeit, der vergegenständlichenden Bildlichkeit spielt auch in Wittgensteins Philosophie eine bedeutende Rolle. Die Sinnkritik Wittgensteins ist ihrerseits von Metaphern durchsetzt. Daher stellt sich auch für Wittgensteins Philosophie die Frage, wo die Grenze zwischen eigentlichem und uneigentlichem Sprachgebrauch verläuft.
|
|
mehr …
|
|
|
Jacobs: Schlaf der Vernunft (Siebgeber) |
|
|
|
|
09.01.2007 |
| Helmut C. Jacobs: Der Schlaf der Vernunft. Goyas Capricho 43 in Bildkunst, Literatur und Kunst. Basel (Schwabe) 2006, 681 S. | von Ulrich Siebgeber
Manche überlieferten Sätze gleichen öffentlich aufgestellten Körben, aus denen sich jeder herausholt, was er gebrauchen kann, während andere mehr oder weniger achtlos hineinwerfen, was sie nicht mehr benötigen. So ein Satz ist Goyas Il sueño de la razon produce monstruos. Auf seinem Boden lagert, neben dem Müll der Jahrhunderte, immer die eine oder andere Seltsamkeit. Und ›eigentlich‹ handelt es sich um keinen Satz, sondern um eine Ansammlung von Wörtern, die sich zufällig den Regeln grammatikalischer Korrektheit fügen, aber ansonsten ohne Zusammenhang nebeneinander stehen. Wer die Träume der Vernunft zu kennen glaubt, hat die Vernunft vielleicht nie kennengelernt. Die einzige Metapher von einiger Dignität in diesem Bedeutungsgebimmel ist die vom ›Schlaf der Vernunft‹. Dass letztere bisweilen aussetzt oder darniederliegt, ist eine Erfahrung, der man schwer aus dem Weg gehen kann. Doch eine Abwesenheit, die hervorbringt - was wäre das? Ist der Herr aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. |
|
mehr …
|
|
|
LiLi: Ritual und Literatur |
|
|
|
|
09.01.2007 |
|
Der 36. Jahrgang (2006) der Siegener Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, H. 144, versammelt unter dem thematischen Schwerpunkt von ›Ritual und Literatur‹ Beiträge folgender Autoren: Wolfgang Haubrichs: Einleitung; Jutta Eming: Ritualisierte Konfliktbewältigung bei Eilhart und Gottfried. Der Mordanschlag auf Brangäne und das Gottesurteil; Albrecht Classen: Rituale des Trauerns als Sinnstiftung und ethische Transformation des eigenen Daseins im agonalen Raum der höfischen und postheroischen Welt. Zwei Fallstudien: Mai und Beaflor und Diu Klage; Ruth Sassenhausen: Das Ritual als Täuschung. Zu manipulierten Ritualen im Pfaffen Amis; Christiane Witthöft: Gottes Urteil oder Geist der Erzählung?; Gerichtliche Zweikämpfe im Prosalancelot; Burckhard Dücker: Fackelzüge als akademische Rituale. Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik, Homepage. |
|
|