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Harvey, Klein, Walpen: Neoliberalismus (Jünke) |
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02.02.2008 |
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Nihilismus mit System. Materialien zur Geschichte und Kritik des Neoliberalismus von Christoph Jünke Spricht man mit einem politischen Linken oder einem Streiter für eine andere Globalisierung – es soll sie ja hie und da noch (oder wieder) geben –, erscheint der Neoliberalismus gleichsam als die Inkarnation jenes einen Ringes – »sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben...« |
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Seiffert: Selbstbestimmt (Brandt) |
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12.01.2008 |
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Der Primat der nationalen Selbstbestimmung. Wolfgang Seifferts Memoiren
| Wolfgang Seiffert: Selbstbestimmt. Ein Leben im Spannungsfeld von geteiltem Deutschland und russischer Politik, Graz (Ares Verlag) 2006, 216 S. |
von Peter Brandt Was für ein Leben! Schon die grobe Skizzierung seines Ablaufs lässt die Dramatik erahnen: 1926 in eine Breslauer katholische Familie kleinbürgerlichen Zuschnitts hineingeboren, wächst Wolfgang Seiffert im Dritten Reich auf. Trotz Klosterschule, Ministrantendienst, konfessionellen Gymnasiums und der großen Distanz des Elternhauses zum Nationalsozialismus zieht ihn das ›Deutsche Jungvolk‹ an; er wird ›Pimpf‹, meldet sich 1943 freiwillig zur Kriegsmarine und kommt in der Endphase des Krieges an der Ostfront als Infanterist zum Einsatz, wo er erlebt, wie seine gleichalterigen Kameraden zu Hauf verbluten. |
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10.12.2007 |
 | Burckhard Dücker: Rituale. Formen - Funktionen - Geschichte. Eine Einführung in die Ritualwissenschaft, Stuttgart/Weimar (J.B. Metzler) 2007, 250 S. |
Rituale sind allgegenwärtig. Sie finden sich zum Beispiel im Alltag, in der Politik, im Berufsleben und im religiösen Bereich. Rituale gab es zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Als inszenierte Form symbolischen Handelns sind Rituale seit einiger Zeit ein zentraler Gegenstand kulturwissenschaftlicher Analyse. Der Band bietet eine systematische und umfassende Einführung in alle Aspekte des Phänomens 'Ritual' und illustriert diese anhand von zahlreichen anschaulichen Beispielen. [Klappentext] Verlagsinformationen finden Sie hier.
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Scheuermann: Über Nacht (Willms) |
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26.11.2007 |
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Silke Scheuermann: Über Nacht ist es Winter, Frankfurt am Main (Schöffling & Co.) 2007, 88 S.
von Ralf Willms Silke Scheuermanns Gedichte in Über Nacht ist es Winter sind zusammenhängend (und zugleich unzusammenhängend) genug, dass sie sich wie ein Text lesen lassen: begünstigt vom Verzicht auf Interpunktion, wenngleich jedes Gedicht übertitelt ist. Die Texte sind gezielt heterogen angelegt und, so mein Eindruck, weisen immer wieder Elemente auf, die ihnen (und dem Leser) wenig Gutes tun. Gedichte und generell gute Kunst, das ist bekannt, beinhalten immer auch einen gewissen Unschärfegrad; die Grenzen etwa zu einer schlechten Positionierung eines ›Gegenstands‹ sind – bei genauerer Betrachtung – nicht unbedingt fließend, sondern können deutlich, sichtbar werden. |
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Schinkel: Unwetterwarnung (Willms) |
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09.11.2007 |
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André Schinkel: Unwetterwarnung, Edition Ranis, hrsg. v. Lese-Zeichen e.V., einmalige Sonderausgabe 2007, 100 S. von Ralf Willms Zur Kunst des André Schinkel gehört es, die groben Ströme des Lebens in feingliedrige Wortfolgen zu verlegen, so dass diese im eigenen Ton zusammenspielen. Der kurze Prosatext Quartiere am Stadtrand beginnt: »Oh, es ist gut, sich in den Nächten zu betrinken... gemeinsam mit den nervösen und verschwitzten Kollegen sich betrinken nach der Arbeit und in den von Westen aufkommenden Regen zu starren. An diesen Abenden [...] werden wir beginnen, von den Verheißungen zu träumen, die sich uns tags auf den Steigen und Wegen boten – Schenkel und Brüste und Augen waren da in der leuchtenden Luft. In den Nächten, heißt es, schlagen die Herzen von den Erinnerungen lauter. Nachts sind die Gefängnisse für die gebändigten Glieder geöffnet [...].« |
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Bigalke: Nachkriegsdemokratie (Ammon) |
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04.11.2007 |
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Staatsdenken in Deutschland
| Daniel Bigalke: Der Streit um die deutsche Nachkriegsdemokratie. Zweihundert Jahre deutsches Staatsdenken und bundesdeutscher Parlamentarismus im Fokus einer neuen Wissenschaft von Politik und Reflexion, Saarbrücken (VDM Verlag Dr. Müller e.K.) 2007, 162 S. |
von Herbert Ammon [Der Verfasser schrieb die folgende Besprechung als Vorwort zu Daniel Bigalke: Der Streit um die deutsche Nachkriegsdemokratie etc., Saarbrücken 2007. Aus nicht näher bekannten Gründen fehlt es in der gedruckten Fassung des Buches. - Anm. d. Red.] Zu den Standardphrasen politischer Festreden gehört die Aussage, »die Deutschen« lebten »heute im freiesten Staat ihrer Geschichte.« Der Satz ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Er verengt die lange freiheitliche und demokratische Verfassungstradition der Deutschen, die, in der ständischen Rechtsordnung des alten Reiches wurzelnd, von der preußischen Reformära über die Frankfurter Paulskirche 1848/49 zur Weimarer Verfassung von 1919 führte, auf die Geschichte der Bundesrepublik, deren Gründung in der Ära des Kalten Krieges nach Direktiven der westlichen Besatzungsmächte erfolgte. |
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