*1965, lebt und arbeitet als Komponist und Pianist in Oldenburg. Er spielte in der Vergangenheit in verschiedenen Rock- und Jazzbands, betätigte sich erfolgreich als Liedbegleiter, Arrangeur und Oboist. Ausgebildet an den Instrumenten Klavier und Oboe sowie in Komposition bei Gustavo Beccera-Schmidt widmet er sich heute einem vielfältigen kompositorischen Schaffen.
Neben seinen klassisch instrumentierten Werken, die sich häufig einer melodiebewussten Zwölftontechnik verpflichtet zeigen (Gitarrenkonzert Nr.1, Todesfuge für Chor und Orchester), erarbeitet er kontinuierlich Stücke und Songs, die dem Bereich der Popularmusik (ein unangenehmes Wort) zuzurechnen sind.
Sein Cassio Project schafft eine Musik, die sich zwitterhaft zwischen den musikalischen Welten bewegt. Einerseits zeigt sie sich populär in dem Sinne, als dass sie sich einem eher „leichten“ Fluss und einer „modernen“ Synthesizertechnik bedient. Andererseits zeigen besonders die minimalistischen Kompositionen eine ausgeprägte Affinität zum orchestralen Klanggemälde und zur vielleicht unpopulären Länge (vgl. Komp. 1 und 4 dieser Seite).
Die hier vertretenen Stücke sind stilistisch recht unterschiedlich. Während Indian Stomach, Chinese Heart und Goodbye Chopin minimalistisch und meditativ angelegt sind, stellt Traditional? den mit einem Augenzwinkern ausgeführten Versuch dar, klassische Jazzelemente mit den Mitteln der synthetischen Musik umzusetzen. Second Union wiederum kann als kleines, loopbasiertes Stimmungsbild verstanden werden, das seine Kraft aus der Mischung der Faktoren Rhythmus, Farbe und angedeuteter Melodien bezieht.
Der Titel Indian Stomach, Chinese Heart nimmt direkten Bezug auf den musikalischen Gehalt dieser Komposition: Indian Stomach meint die rhythmische, eher beruhigende Grundhaltung des Stückes. Chinese Heart findet in der zur Pentatonik neigenden Umsetzung des Melodischen seinen Niederschlag.