Besucher begegnen in Grabbeau Arbeiten aus dem Lebenswerk bedeutender Künstler. Die Linoldrucke des kanadischen Künstlers Raymond Verdaguer finden in prominenten amerikanischen Zeitungen ebenso Verbreitung wie in Kulturzeitschriften Frankreichs und der iberischen Halbinsel. Viele Arbeiten von Paul Mersmann jun. sind für das Publikum nicht ohne weiteres einsehbar. Das gilt für die großen Wandgemälde, es gilt auch für die nur teilweise gedruckten A.B.C.-Bücher und die kommentierten Bibelillustrationen in Privatbesitz. Hier erfüllt das virtuelle Museum die Aufgabe, sichtbar zu machen, was sich der allgemeinen Wahrnehmung sonst allzu leicht entzöge. Hingegen ist für die Werke von Doro Breger, Lucius Garganelli und, mit Einschränkungen, Walter Rüth, das Netz Primärmedium: Ort der Sichtbarkeit, neben den, je nach Bedarf, andere Trägermedien treten.
Eine Sonderrolle in Grabbeau genießt das Alphazet: ein Nachschlagewerk für alle, denen bewusst ist, welche Beziehungen Witz, Laune, freie Reflexion und Camouflage zwischen den Künsten und den kurrenten Beschreibungen der Gegenwart stiften. Es schlägt die Brücke zu den Acta litterarum und erinnert daran, dass Grabbeau ein redendes Museum ist, in dem die Grenze zwischen Kunst und Literatur auf vielfältige Weise durchbrochen und nivelliert wird. Musikalische und filmische Beispiele stehen für die multimediale Komponente des Museums.
Grabbeau ist ein Museum im Entstehen. Daran wird sich so lange nichts ändern, wie sein Objekt jene ›Realität im Entstehen‹ bleibt, der die hier versammelten Künstler auf der Spur sind und zu der sie selbst durch ihre Arbeiten beitragen. Der Ehrentitel für das Museum im Netz hieße: MUSEUM IM FUTUR.