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Es
gibt Orte, an die man zurückkehren muss, um zu bemerken, dass nicht
die mit ihnen verbundenen Traumata uns gefangen halten, sondern
das Netz des vergangenen Alltags. Ein Netz, das uns Festigkeit und Halt
gab und nicht so leicht abzuschütteln ist. Wie Fett und Küchengerüche
hatte es sich in Poren und Zellen eingenistet und dort ein ungeniertes
Eigenleben geführt. Die alltäglichen Fäden, die einen vor allem mit den
Kindern verbinden, irreal sind in gewisser Weise, mögen sie Sorge,
Verantwortung, Erwartung, Ahnen oder Wissen heißen. Mit dem realen
Stand der Beziehung haben sie nichts mehr zu tun. Kinder als Stütze des
Alters? Ein Spruch von Leuten, die nicht gewillt waren, loszulassen
oder die keine Rente zu erwarten hatten. Du hattest diese Kinder
geboren, sie aus dir ›herausgesetzt‹ und sie waren – unmerklich – deine
Umgebung, wie die Luft, die du atmetest. Sie verhinderten Gefühle von
Angst und Einsamkeit durch ihr schieres Dasein und du gabst ihnen die
notwendige Geborgenheit. Jetzt, da sie erwachsen sind, ist dieser
Zustand aufgehoben. Und doch ist da etwas, das fortbesteht, in dir, das
ständig erwartet, sorgt und sich verantwortlich fühlt, ohne dass ein
angemessenes Objekt vorhanden wäre. Dies zu erkennen und sich davon zu
befreien, um endlich ›wirklich‹ frei zu leben, ohne dass sie hätte
sagen können, wie man sich das vorzustellen habe, war Claire hierher
zurückgekommen, in einer Ahnung und einem Wollen, dass es so sei.